Den Tisch decken: Aufbau, Reihenfolge und Masse

Ein schön gedeckter Tisch ist keine Frage des Aufwands, sondern der Reihenfolge. Wer weiss, was zuerst kommt und wie viel Platz jedes Element braucht, deckt in zehn Minuten einen Tisch, der wirkt.

Diese Anleitung zeigt dir den Aufbau von unten nach oben, die üblichen Masse und drei Tischbilder, die du direkt übernehmen kannst.

Der Aufbau in fünf Schichten

1. Die Basis: Tischset

Das Tischset legt fest, wo jeder Gast sitzt, und schützt die Tischplatte. Rechne mit 60cm Breite pro Person, das ist der Abstand, ab dem niemand mit den Ellbogen aneinanderstösst.

Runde Tischsets mit Ø 36cm passen sowohl auf runde als auch auf rechteckige Tische. Bei einem Tisch von 160cm Länge finden vier Gedecke Platz, bei 200cm sechs.

2. Der Teller

Der Essteller kommt mittig auf das Tischset, etwa zwei Zentimeter von der Tischkante entfernt. Ein Essteller hat üblicherweise Ø 26cm, ein Frühstücks- oder Dessertteller Ø 21cm, ein kleiner Kuchenteller Ø 15cm.

Wenn du mehrere Teller stapelst, kommt der grösste nach unten. Das klingt selbstverständlich, wird aber bei Kuchentellern auf Esstellern gern vergessen.

3. Die Serviette

Die Serviette liegt entweder links neben dem Teller oder auf dem Teller. Ein Serviettenring hebt sie aus der Beliebigkeit und macht aus einer gefalteten Serviette ein gestaltetes Element.

Auf dem Teller wirkt sie festlicher, daneben praktischer, weil der Teller frei bleibt für das Servieren.

4. Die Tischmitte

Hier entscheidet sich, ob der Tisch wirkt oder nicht. Die wichtigste Regel: nichts, was höher ist als Augenhöhe im Sitzen, also etwa 30cm. Wer über die Deko hinweg nicken muss, um sein Gegenüber zu sehen, wird sie wegräumen.

Gut funktionieren flache Elemente: Schalen, Servierplatten, Tortenständer, niedrige Windlichter. Eine hohe Vase gehört auf das Sideboard, nicht auf den Esstisch.

5. Das Licht

Kerzen kommen zuletzt, weil sie den Rest ergänzen statt ihn zu tragen. Mehr dazu im Kerzenhalter-Ratgeber.

Ein Hinweis zu Duftkerzen: Auf dem Esstisch konkurrieren sie mit dem Essen. Zünde sie vorher an, damit der Raum duftet, und stell sie zum Servieren auf das Sideboard.

Drei Tischbilder zum Übernehmen

Der Alltagstisch

Tischset, Teller, Serviette mit Ring, ein Teelichthalter pro zwei Gedecke. Mehr braucht es nicht, und es ist in zwei Minuten gedeckt.

Der Sonntagstisch

Dazu eine Servierplatte oder eine flache Schale in der Mitte, zwei Stabkerzen in unterschiedlich hohen Haltern und ein Tortenständer, auf dem schon das Dessert wartet.

Die Weihnachtstafel

Handbestickte Tischsets als Basis, Essteller mit Motiv, Serviettenring, dazu Kuchenteller für Guetzli. In der Mitte ein Tortenständer und zwei bis drei Windlichter. Die Farben aus dem Tischset wiederholen sich in den Kerzen, mehr Abstimmung braucht es nicht.

Alle Artikel dafür findest du in der Weihnachtskollektion.

Vier Masse, die du dir merken kannst

60cm Platz pro Gedeck in der Breite.

30cm Maximalhöhe für alles in der Tischmitte.

2cm Abstand vom Teller zur Tischkante.

Ungerade Zahlen bei Deko in der Mitte: drei Windlichter wirken ruhiger als vier.

Eine Sache, die den Unterschied macht

Wiederhole ein Material oder eine Farbe mindestens dreimal auf dem Tisch. Gold im Serviettenring, Gold im Kerzenhalter, Gold im Tellerrand. Das bindet einen Tisch zusammen, auch wenn die Stücke aus verschiedenen Serien stammen.

Alles für den gedeckten Tisch findest du in unserer Tischkultur-Kollektion.